Unser MINI E Testbericht |
|
Seit einigen Wochen läuft nun die erste Testphase mit dem MINI E. Bereits bei der Ankündigung war das Interesse groß. Wir haben dies zum Anlass für eine Testfahrt genommen und dabei natürlich wieder viele Fotos geschossen. Um es vorwegzunehmen: Wir sind begeistert vom Elektro-MINI!
Lärm und Abgase belasten unsere Städte. Der MINI E bewegt sich emissions- und lärmfrei. Mit Ökostrom betrieben ist seine Klimabilanz unschlagbar: null Gramm CO₂ pro Kilometer. Der Elektro-MINI kommt ebenso ohne laute Motorengeräusche aus. Nur das Rollen der Reifen und ein leises Summen ist zu hören. Was im ersten Moment ungewohnt erscheint, stört beim Fahren gar nicht mehr. Stattdessen erlebt man ein ganz neues Fahrgefühl. Es macht Spaß mit dem MINI E durch die Stadt zu fahren ohne seine Bewohner mit Lärm und Abgasen zu belästigen. Obwohl die Karosserie von seinem kraftstoffbetriebenen Bruder stammt, fällt der MINI E durch diverse optische Highlights auf.
Der kleine Stadtflitzer fährt sich fast wie ein gewöhnliches Automatikfahrzeug. Neben dem nahezu geräuschlosen Fahren ist vor allem der weitgehende Verzicht auf das Bremsen neu. Lässt man den Fuß vom Gaspedal tritt ein Rekuperationsprozess zur Wiederaufladung in Kraft. Dieser sorgt für eine Abbremsung des Fahrzeugs. Im normalen Straßenverkehr kommt man so fast ohne eigenes Bremsen aus. Für den Fall der Fälle verfügt der MINI E jedoch natürlich über entsprechende Bremskraft.
Auch muss der Motor nicht erst “auf Touren kommen”, um wie ein Verbrennungsmotor seine volle Kraft zu entfalten. Dem Elektromotor steht sofort seine volle Kraft zur Verfügung. Um ein Durchdrehen der Räder zu verhindern, wird beim Anfahren die Beschleunigung elektronisch vermindert. Der Elektroantrieb des MINI E aktiviert ein maximales Drehmoment von 220 Newtonmetern und ermöglicht eine unterbrechungsfreie Beschleunigung in 8,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h.
Ökologisch Fahren muss also nicht gleich langweilig sein. Der MINI E ist ein sportlicher Stadtflitzer mit Charakter, den man ohne schlechtes Gewissen fahren kann. Mit rund vier Euro Energiekosten pro 100 km schont er nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Ganz ohne Kompromisse geht es aber leider noch nicht: Im aktuellen Entwicklungsstand verfügt der MINI E nur über zwei statt vier Sitze. Die Rückbank musste der Batterie weichen. Durch die Anordnung der Batteriezellen hat der MINI E zudem weniger Gepäckraumvolumen, als ein “normaler” MINI. Nach zweieinhalb Stunden aufladen beträgt die Reichweite unter idealen Fahrbedingungen bis zu 250 Kilometer. Im normalen Alltagsgebrauch sind Reichweiten von 180 Kilometern normal. Für Berufspendler und Stadtfahrten ist das aber immer noch mehr als genug.
Zu guter Letzt findet Ihr wieder einige Fotos von unserer Stadtrundfahrt:
Wir bitten um fairen Umgang miteinander und freuen uns über konstruktiven Meinungsaustausch zum Thema des Beitrags. Alle Angaben werden vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Anonyme Meinungen werden nicht veröffentlicht, genauso wie Meinungen, die offensichtlich Werbezwecken dienen. Bei allgemeinen Fragen zum SIXTI Car Club nimm bitte direkt Kontakt auf.
Kommentar vom 21.10.2009, 17:26 Uhr
Null Gramm CO2 pro km ist doch Unfug! Es fällt CO2 bei der Stromerzeugung an. Selbst wenn Vattenfall für den Feldversuch rein regenerativ erzeugten Strom zur verfügung stellen sollte, ist dieser auch nicht gänzlich CO2-neutral (Anlagenherstellung- und Wartung).
Darüber hinaus fällt bis zur Hälfte des CO2-Ausstoßes eines Autos bereits bei seiner Herstellung an (das ist übrigens eines der großen Argumente für Carsharing).
Und was die Energiekosten angeht: vier Euro sind der reine Strompreis. Das ist nicht mit dem herkömmlichen Verbrennungsmotor-Auto vergleichbar! Beim Benzinpreis spielt die Mineralölsteuer eine große Rolle, die widerum zur Straßeninfrastrukturfinanzierung verwendet wird. Das Elektroauto ist dementsprechend zurzeit stark subventioniert, da beim Strom keine vergleichbare Steuer fällig wird.
Ich freue mich auch über den neuen elektrischen Zugang in der Flotte – aber bei dem ganzen Lob ist auch etwas Kritik angebracht.
Pingback vom 31.01.2010, 18:34 Uhr, Website
[...] es Spaß, ist gesund und man kommt immer mal wieder in den Genuss ein anderes Auto fahren und testen zu [...]